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Nokia - Connecting People?
Aufstieg und Fall des Handy Giganten

(Image)Nokia war 14 Jahre lang unangefochten der König der Handys. In den letzten Jahren jedoch kam das finnische Unternehmen zusehends in Bedrängnis. Jetzt wurde Nokia von Samsung als größter Handyhersteller abgelöst. Doch wie konnte es so weit kommen?
Der heutige Mobilfunkkonzern Nokia (Corporation) entstand 1967. Mit dem "Cityman" wurde 1984 eines der ersten echten Handys von Nokia hergestellt. Nach einer Krise im Konzern und dem Selbstmord des CEOs wurden ab 1992 alle Bereiche bis auf die Telekommunikation verkauft. Dieser Wechsel der Strategie kam zu einem Zeitpunkt, als das Handy international stark an Bedeutung gewann. So stieg auch der Wert der Marke extrem, was sich in einer Vervierfachung des Aktienkurses zwischen 1992 und 1996 ausdrückte.

(Image)Der Erfolg von Nokia lag nicht in den Funktionen, sondern im Design und den langen Akkulaufzeiten. Mit dem 1996 vorgestellten "Nokia 9000 Communicator" entwickelte der Konzern – angetrieben durch den enormen Kapitalschub – eines der ersten Smartphones weltweit. Trotzdem setzten RIM (Blackberry) und Microsoft (Windows Mobile) die Standards für Smartphones.

Im Jahr 2000 erreichte die Aktie durch überzeugende Produkte sowie viele Innovationen das Hoch von 63€ (1994 kostete sie 1€). Nokias Mobiltelefone verkauften sich sehr gut, die Marke wurde global bekannt und stand für Verlässlichkeit und Funktionalität. Der Klingelton "Nokia Tune" ist wohl der bekannteste weltweit.

(Image)Seit 2001 setzt Nokia auf das Betriebssystem Symbian. Dieses kam auch beim 2003 entwickelten Nokia 1100, das sich mehr als 250 Millionen Mal verkaufte, zum Einsatz. Dies ist noch vor dem hauseigenen 3210 das weltweit meistverkaufte Handy.

2005 stellte Nokia das 770 vor, das erstmals Breitbandinternet via WLAN ermöglichte.

2007 präsentierte Apple das iPhone und damit die Anbindung an den Musikstore iTunes. Das iPhone überzeugte durch Design und Funktionen sowie den Zugriff auf die Musik. All das konnte Nokia nicht bieten. Auch schafften es die Finnen nicht, mit ähnlichen Angeboten wie "Comes with Music" Apple Konkurrenz zu machen.

(Image)2008 bot Apple den AppStore an. Dieser entwickelte sich als durchschlagendes Verkaufsargument für Smartphones. Der Verkauf von iPhones explodierte und Nokia hatte dem nichts entgegenzusetzen. Im selben Jahr startete Google mit Android den Konkurrenten zu iOS. Dieses bescherte den anderen Unternehmen (z.B. Motorola) auf dem Handymarkt einen Wachstumsschub. Nokia hingegen setzte weiter auf das alte Symbian. Auch bis dato im Handygeschäft eher unbedeutende Hersteller wie Samsung, HTC oder Huawei wilderten in Nokias Gebiet.
Außerdem erfuhr Nokia im selben Jahr mit der stark umstrittenen Werksschließung in Bochum einen extremen Imageschaden. Der Umsatz brach in Folge um 18% in Deutschland ein. Ein Schaden, von dem sich Nokia bis heute nicht erholt hat.

2010 schwenkte Nokia um, statt Symbian sollte nun das mit Intel entwickelte Meego zum Einsatz kommen und so den ersehnten Erfolg im Smartphonegeschäft bringen. Aber auch dieser Schritt war nicht von Erfolg gekrönt. Nach dem N9, dem einzigen Handy mit Meego, wechselte Nokia wieder die Strategie und schloss sich 2011 mit Microsoft zusammen, um das aufzuholen, was beide verschlafen hatten – den Einstieg in das Smartphonegeschäft.

(Image)Doch auch die Entwicklung der WP7-Reihe "Lumia" brachte keinen Erfolg. Während sich das Lumia 800 nur 2 Millionen Mal verkaufte, ging das iPhone 4 über 20 Millionen Mal, das Samsung Galaxy S2 über 10 Millionen Mal über den Ladentisch. Somit rettete diese „Zwangspartnerschaft“ weder Nokia vor dem Absturz, noch konnte Microsoft richtig im Smartphone-Geschäft Fuß fassen.

Denn obwohl die Geräte als technisch gut gelten, steht hinter iOS die komplette Integration in die Apple-Welt mit Mac, iTunes für Musik, Kalender und Mailprogrammen sowie eine unglaublich große Zahl verkaufter Geräte. Selbiges gilt für Android mit der sehr guten Einbindung in alle Google-Dienste und der starken Verbreitung. So etwas kann Microsoft mit Windows Phone 7 nicht bieten, weshalb die Lumia-Reihe ein Nischendasein fristet.

(Image)Im März 2011 überholte Apple erstmals Nokia im Umsatz. Die Aktie von Nokia fiel daraufhin auf 5€, die Kreditwürdigkeit wurde herunter gestuft. Und die Krise hörte nicht auf. Neben dem fehlenden Durchbruch im Smartphone-Geschäft drückte die Konzerntochter Nokia-Siemens Networks weiter die Gewinnprognosen nach unten. Es fehlte an Kapital für dringende Neuerungen und Innovationen.

Nokia vermeldete im ersten Quartal 2012 einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro. Trotz der Lumia-Reihe ging der Absatz an Mobiltelefonen von 108,5 Millionen im Vorjahr auf 82,7 Millionen zurück. Damit stößt Samsung Nokia vom Thron des größten Handyherstellers, den das finnische Unternehmen 14 Jahre inne hatte. Und ein Ende der Talfahrt scheint nicht in Sicht.

Was meint Ihr? Kann Nokia mit Windows Phone 7 den Abwärtstrend aufhalten? Oder ist Nokia dem Untergang geweiht?

Chrissik
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Chrissik
8. Mai 2012, 13:58 Uhr
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